Bretagne – Küche

Was in der Bretagne – die im Süden, Norden und Westen vom Atlantik umspült wird – auf den Tisch kommt, stammt meist aus dem Meer: Jakobsmuscheln, Hummer, Langusten, Austern und Miesmuscheln, Krebse, Makrelen, Sardinen, Seelachs, Seeteufel oder Thunfisch. Aber auch in der Erde und in den Ställen wächst so manches, das sich zum Verzehr vorzüglich eignet (die Guémené-Innereienwurst, Kutteln, oder die Pastete aus Rennes – schließlich ist die Bretagne Nr. 1 in Europa in der Schweinezucht), nicht zu vergessen die Milchprodukte wie die berühmte gesalzene Butter, oder das feine Geflügel und die Lammgerichte, zu denen der bretonische Blumenkohl und die legendären Artischocken köstlich munden. Mit den folgenden Rezepten einiger bretonischer Spezialitäten können Sie zu Hause schon vorkosten, was Sie in ihrem nächsten Urlaub vielleicht im Überfluss genießen werden!

Die Crêpes (oder bretonische Galettes)

Fotolia_55349903_SDieses typische bretonische Gericht (unserem Pfannkuchen nicht wirklich vergleichbar), kann salzig (Eier, Schinken, Sauerrahm, Käse) oder süß (Äpfel, Nüsse, Schokolade, Marmelade) zubereitet werden.

Für 24 Crêpes: 250 g Mehl, feines Salz, 1 Esslöffel Kristallzucker, 3 Eier, 1,5 Liter Milch, 1 Esslöffel Orangenblütenwasser (wenn gewünscht), 50 g Butter, Öl

In einer großen Schüssel werden das Mehl, eine Prise Salz und der Zucker miteinander vermischt. Vertiefungen schaffen. Eier mitsamt Eiweiß darin einschlagen und mit dem Holzlöffel allmählich einrühren, bis eine glatte, flüssige und klumpenfreie Masse entsteht. Orangenblütenwasser und zerlassene Butter zugeben. 1 bis 2 Stunden ruhen lassen.

Zum Backen wird eine Crêpepfanne gut eingefettet. Einen Schöpflöffel Teig in die Crêpepfanne gießen. Rasch in alle Richtungen schwenken, damit sich der Teig gut verteilt. Rund 30 Sekunden anbacken und wenden, sobald die Crêpe am Rand knusprige Stellen erhält. Nochmals 30 Sekunden backen, bis die Teigplatte kleine Ausbuchtungen auswirft. Warme Crêpes mit Zucker oder Marmelade servieren. Dazu reicht man am besten Apfelcidre.

Der Far Breton

Far Breton2 Eier, 8 Esslöffel Weizenmehl, 6 Esslöffel Puderzucker, 1 Schale Milch, 10-12 Dörrpflaumen (ggf. in Rum aufweichen), 1 kleines Glas Rum oder Schnaps, Butter

Alles gut vermischen, um einen glatten, ausreichend flüssigen Teig zu erhalten. In eine gut gebutterte Form gießen. Bei kleiner Flamme backen. Abkühlen lassen und aus der Form stürzen. Die Mengen kann man variieren, je nachdem, ob ein dicker oder weicher Kuchen gewünscht wird.