Bretagne – Kultur

BretagneBis heute sind die Geheimnisse um Menhire, Megalithen, Dolmen und Cromlechs der Bretagne gewahrt. Man betrachtet sie als religiöse Symbole, die um 5.000 bis 2.000 v. Chr. von einem Volk errichtet wurden, das lange vor den Galliern in der Bretagne lebte. Die größte Ansammlung mit etwa 3.000! Menhiren ist in Carnac. Entlang der bretonischen Südküste (Côtes des Megalithes) befinden sich die bedeutendsten Denkmäler der Vorgeschichte.

Die Bretagne war und ist eine bedeutende christliche (katholische) Region. Mit über 7.000 Heiligen bieten sich fast täglich Gelegenheiten zum Besuch eines „Pardons“ (Wallfahrten). Eines der größten Pardons findet jährlich in  Locronan (Finistère) statt und zieht tausende Besucher an. Die unendlich vielen Kathedralen, großen und kleinen Kirchen, Kapellen und Klöster bieten einen weiteren kulturellen Hochgenuss.

Fast zu jeder Kirche gehört ein Kalvarienberg (Calvaire): um das Kreuz mit Christus gruppieren sich biblische Figuren, Apostel und Heilige. Diese Denkmäler sind geschaffen von bretonischen Künstlern und häufig in den Pestzeiten entstanden. Der älteste Calvair der Bretagne steht bei Tronoen an der Pointe de la Torche (Finistère). Fast alle diese Calvaires stehen in „enclos paroissiaux“, den „ummauerten Kirchhöfen“, die man durch große Tore betritt. Bei der Gestaltung wetteiferten die Gemeinden miteinander und man ist immer wieder überrascht, dass häufig die kleinsten Dörfchen über immense kirchliche Bauwerke verfügen.

Ein Pilgerziel moderner Art ist die Stadt Pont Aven (Finistère) – dank Paul Gauguin geworden. Durch seine Aufenthalte und den internationalen Ruf der Schule von Pont Aven ist der Ruhm für alle Zeiten gefestigt. Gauguin entdeckte die Ursprünglichkeit und Wildheit der Bretagne, die als wichtigstes Element seiner Kunst zum Bruch mit dem Impressionismus beitrugen. Auguste Renoir kam 1895 nach Treboul und malte häufig die Küste. Auf der „Route des Peintres en Cournouaille “ zwischen Le Pouldu und Douarnenez (Finistère) kann man all die Plätze und Museen besuchen, die diese mehr als ein Jahrhundert währende künstlerische Ernte beherbergen.

Schloss in der BretagneUnd ein letzter kultureller Tipp: Eine ganz andere Bretagne entdeckt der Besucher, der die „Route Chateaubriand“ nimmt und ihr von Schloss zu Schloss folgt. Die Bretagne verfügt über etwa 4.000! Schlösser, Burgen und Herrensitze. Viele stammen aus dem Mittelalter, zahlreiche auch aus der Renaisance sowie späteren Zeiten. Auf dieser Besichtigungstour entdeckt man, dass die „innere“ Bretagne nicht minder reizvoll ist!